Mit ‘Krankengymnastik’ getaggte Beiträge

Hallo liebe Leser,

da ich eine Fachpraxis für Koordinationstraining habe, haben wir uns gestern extra für die Therapie eine Slackline gekauft. Wer nicht weiß was das ist kann unter dem Namen Slackline einfach mal googeln oder auch in wikipedia nachlesen. Außerdem existieren natürlich massig Videos bei Youtube über das Slacklinen.

Wir haben direkt an unsere Praxis einen Garten angeschlossen indem natürlich auch Bäume stehen und somit werden wir diesen sommer einige Therapieinhalte draußen mit der Slackline machen.

Die Slackline hat für mich den großen Vorteil das es unglaublich Spaß macht, egal ob jung ob alt ob Prothese oder kerngesund oder Profisportler. Durch die enorme Stabilisationsaufgabe der Muskulatur wird speziell diese Muskulatur auch trainiert, welche besonders bei der Rehabilitation und im Gelenkbereich eine große Rolle spielt. (Ohne Stabilität keine vollständige Gelenkgesundheit!)

Natürlich ist diese Form der Therapie auch nicht für jedes Krankheitsbild geeignet weil immer die Gefahr ist das man runter fällt, abrutscht etc. Deswegen ist diese Therapie mit der Slackline nur anzuraten bei:

Absoluter Vollbelastung

Guter Allgemeinzustand des Patienten

Keine Angst (man befindet sich ca 80 cm über dem Boden!)

Der Patient muss schon ein gewisses Grundpensum an Koordinationstraining (reaktives Training) bekommen haben, sonst endet die Slackline wg. mangelnder Motivation schnell in der Ecke.

Für den Aufbau von Muskulatur besonder in der unterem Extremität.

Um Therapieresistenten Patienten wieder neuen Schwung für die Therapie zu geben zu geben.

Und wg. dem hohen Aufforderungscharakter der Slackline natürlich in der Therapie mit Kindern.

habt ihr schon Erfahrungen mit der Slackline in der Therapie machen können? Kennt ihr jemanden (Praxis) der diese Form der Therapie auch anbietet?

Slackt ihr selber?

Dann her mit euren Erfahrungen!

Viel Spaß und Erfolg:

Physioblogger

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Es gibt doch immer wieder Menschen, Freunde, Patienten die meinen ich mache Gymnastik für kranke!!

Nein!! Man turnt bei mir nicht wie ein wilder auf der Liege rum und ich schaue zu und gebe Kommandos!

Ich mache mit Kranken Menschen keine Gymnastik. Nur mit gesunden. Wer mit Schmerzen Gymnastik machen muss der sollte den Therapeuten wechseln. Dazu aber ein ander mal mehr.

Viele denken immer noch (auch viele Ärzte!) das man durch Gymnastik und rumturnen gesund wird.

Also für alle:

Ich bin PHYSIOTHERAPEUT und alle Kollegen von mir ebenfalls. Die Berufsbezeichnung Krankengymnast wurde abgeschafft. Was auch richtig so ist. Klingt ja außerdem auch bescheuert: Krankengymnast…bähh…

Und in 80% der Fälle muss ich um die Liege, an der Liege, auf der Liege und um die Liege herum turnen. Nicht der Patient.

Wenn man zu mir in die therapie kommt, dann habe ich arbeit..nicht anders herum!

Außer ich gehe mit dem Patienten in die MTT. Dann hat er die meiste Arbeit.

Aber was heißt denn eigentlich Physiotherapeut?

Physio (physiologisch) = normal, das normale

Therapeut = Anwender eines Heilberufes

= Ich übe einen Heilberuf aus welches unter der maxime steht das normale, die normalen Vorgänge im Körper wieder herzustellen.

Und nicht mit einem Patienten auf der Liege rumturnen!!

Gruß:

Physioblogger

Nein danke!

Veröffentlicht: 29. Dezember 2008 in Physiotherapie
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Heute kam ein Patient zu mir, dem ich mittels einem Kinesio Tape ein Schmerzkreuz in der LWS gemacht habe.

Ich fragte den Patienten wie er denn das Kinesio Tape beurteilt hinsichtlich der Effektivität auf die Therapie:

Darauf bekam ich folgende Antwort:

Ja war sehr gut, hat mir sehr geholfen, danke!

Ich denke mir Hey Klasse hat ja auch über 2 Wochen gehalten und fragte den Patienten folgendes:

Ich würde Ihnen gerne heute nochmal so ein Tape geben, denn es trägt dazu bei den Therapieerfolg zu konservieren und Ihr Körper bekommt 24 Stunden am Tag positive Informationen in dieses Gebiet. Wäre das in Ordnung für Sie?

Patient:

Nein danke, ich möchte keines mehr! Können Sie mich nicht massieren?

Physioblogger:

Okay gut.

Bin ich bescheuert oder was? Entweder der Lügt mich soetwas von an das sich die Balken biegen oder der Patient hat einen an der Klatsche. Entschuldigung anders kann ich mir das nicht erklären.

Warum kann man nicht einfach die Wahrheit sagen? Ich meine ich bin doch da um dem Menschen zu helfen und nicht um den zu veräppeln?

Das ist schon sehr dreist. Aber es hat etwas gutes…ich weiß aufgrund meiner Erfahrung das dieser Patient nicht wirklich bereit ist etwas für seine Gesundheit zu tun. Dieser Patient möchte einfach nur Daliegen und geknetet werden, ohne das es Auswirkungen hat auf seine Ursache.

Bitte versteht mich hier nicht falsch: Ich habe nichts dagegen wenn jemand zu mir kommt und sich aufgrund einer Präventiven Maßnahme nur massieren lässt, im Gegenteil.

Nur ich habe etwas dagegen wenn Patienten immer rummeckern wie weh es doch tut und ob man nicht endlich mal dagegen etwas unternehmen kann aber dann nicht bereit sind etwas aktiv für das Problem zu tun.

AUFWACHEN!! 2 mal die Woche Therapie ist in einigen Fällen (in den meisten) VIEL ZU WENIG!! Ich brauche immer auch die Unterstützung des Patienten, denn wenn ein Physiotherapeut alles dafür tut damit es besser wird, aber der Patient dagegen arbeitet dann habe ich keine Chance.

Also ich als Arzt hätte Probleme damit dem Patienten ein Rezept über 2mal die Woche Therapie auszustellen, weil ich als guter Arzt genau weiß: DAS IST ZU WENIG! Ich weiß..auch ihr könnt nichts dafür…Ihr Ärzte habt ja auch nur begrenzten Budget. Is klar.

Und bedenkt bitte: Muskulatur und seine pathologischen Formen (Verspannungen, Myogelosen etc.) SIND IMMER NUR SYMPTOME!!! Es spiegelt nie die Ursache wieder. Denn warum sollte sich ein Muskel auch EINFACH SO verspannen? Es hat immer Gründe…sei es physich, psychisch, mental oder sozial.

Ich habe den Patienten dann einfach so wie er es möchte massiert. Ich sehe es auch nicht ein dem dann irgendwelche Storys zu erzählen, so alla, aber das nütz doch nichts..etc. Wenn jemand über 30 nicht kapiert das die Gesundheit das Höchste Gut auf Erden ist, und nicht sieht das ich mir für Ihn den Kopf zerbreche was denn die Ursache sein kann, dann tut mir dieser Mensch leid. Soviel Grips kann ich erwarten. Punkt.

Ich führe über JEDE Behandlung genau Buch. Über jedes Tape. Jede Konversation mit dem Patienten. Hausaufgaben die ich Ihm mitgegeben habe etc. Auch gibt es bei mir in der Praxis vor jeder Erstbehandlung ein 15 Minütiges Gespräch was ich vorhabe, welchen Ansatz ich verfolge etc. Und jeder Patient unterschreibt mir diesen GANZHEITLICHE ANSATZ, wo unter anderen auch die Ziele des Patienten festgehalten sind.

Wenn man das vergisst, Prost Mahlzeit, dem kann und möchte ich auch nicht helfen. Soll der sich den Rücken schrubben lassen bis er rot wird.

An seinem Problem wird es nichts ändern. Wetten?

Gruß:

Physioblogger