Archiv für die Kategorie ‘Therapieerfolge’

Ich weiß leider nicht was mit den ganzen Menschen da draußen los ist, aber jeder hat auf einmal Probleme/Schmerzen in der Brustwirbelsäule. Unzwar nicht in der Mitte- NEIN..sondern es ist immer der untere BWS Abschnitt. Fast schon der Übergang zur Lendenwirbelsäule.

Irgendwie ist das sehr seltsam…und jede BWS ist vom Behandlungsschema anders..das was ich bei manchen mache, funktioniert bei anderen überhaupt nicht. Aber jeder meiner BWs Patienten gibt genau die selbe Problematik an.

 

Mal auch hier ein kleines Behandlungsschema:

 

1. Korrigieren einer evtl. vorhandenen Beinlängendifferenz

2. Korrigieren von Beckenfehlstellungen

3. LWS Mobilisation/Deblockierung

4. Behandlung der paravertebralen Muskulatur (BWS) mittels Triggerpunkttherapie

5. Mobilisation der Rippenwirbelgelenken nach ventral.

6. Mobilisation und Deblockierung der BWS ebenfalls nach ventral

7. Zum Schluß:

Mobilisierende Lagerung nach ventral der BWS in Rückenlage und gleichzeitige Wegnahme der ventralen Spannung.

Sollten die Beschwerden nach diesem Therapieprogramm nicht besser werden, sollte man versuchen die Muskulatur in der BWS und die ventralen Spannungsverhältnisse (bes. M. pectoralis major, M. rectus abdominis) weiter zu behandeln. Meistens werden danach die beschwerden besser.

Falls dies nicht der Fall sein sollte, auch mal an die behandlung des Diaphragmas (Zwerchfell) gedacht werden.

 

Physioblogger

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Wie gut ein Therapeut ist, wieviel Behandlungserfolg er hat, wie er mit Patienten umgeht und spricht, wie er sich in der Therapie gibt….

…….ist niemals abhängig von irgendwelchen Fortbildungen!

Auch keine großen wie Bobath, Manuelle Therapie, Osteopathie etc.

Auf was es wirklich ankommt ist das Gespür! Das Feeling, die Empathie und das innere Bauchgefühl!

Wieviel man in seinem Bauch spürt, wenn jemand das erste mal kommt, und man weiß: Genau das ist es. Man braucht keine Seitenlangen Befunde, man braucht keine Nierendynamik auswendig können denn das Feeling, Gespür und das Bauchgefühl für etwas kann man nicht lernen, auch nicht in 40 Berufsjahren.

Entweder man hat dieses Gespür, dieses was man nicht beschreiben kann wenn man mit Menschen arbeitet. Oder eben nicht.

Ihr kennt das doch sicherlich:

Da macht jemand etwas, ganz anders als alle anderen und ihr wisst genau: WOW..genau das ist es was ich brauche, dieser Mensch kann mir wirklich helfen.

Denn es nützt nichts wenn man jede Faszie auswendig kann und wie man diese behandelt, fehlt das Gespür, dieses gewisse etwas..dann hilft einem auch keine Fortbildung.

Denn dieses Gespür kann man nicht lernen….

Lasst mal das ganze anatomische Geschmarre weg….vergesst mal alles was ihr gelernt habt und behandelt einen Tag mal nur nach eurem Bauchgefühl, egal was….ihr werdet verwundert sein, was ihr im Stande seid zu leisten wenn ihr euch von eurem therapeutischem Feeling leiten lässt!

Viel Spaß…liebe Kollegen

Eurer:

Physioblogger

Immer wieder muss ich leider feststellen, das man Physiotherapie unnötig kompliziert machen möchte.

Hatte diese woche einen kleinen Plausch mit einer studierten Maitland Therapeutin.

Mein Gott..an was die alles denken während sie Therapieren, dass ist mir schon fast ein wenig unheimlich. Ich erzählte ihr von meinen guten erfolgen, HWS Bewegungseinschränkungen zu therapieren, indem man den Patienten hinsetzen lässt, der Therapeut kniet auf der Bank dahinter, nimmt den Kopf mit beiden Händen in eine Traktion und rotiert dann während man die Traktion hält in die Bewegungseinschränkung.

Daraufhin verdrehte sie die Augen, und meinte, das das etwas gefährlich ist, denn durch diesen Zug, und er ist bei mir nicht wenig, kommt die A. carotis auf Zug und wenn in dieser Arterie Fissuren oder sonstige Mist Dinge sind, dann könnte es passieren das mir der Patient auf der Liege umkippt.

Es tut mir leid aber das halte ich für kompletten Unsinn! Natürlich kann das vorkommen, keine Frage. Dies ist aber so selten,(kennt ihr einen Fall? ;)) das ich diesem Faktor eigentlich keine Bedeutung zumesse.

Was ich damit sagen möchte ist folgendes:

Ich denke unser Körper funktioniert auf der Ebene der Physiotherapeutischen Möglichkeiten nicht immer so komplitziert wie wir alle denken. Auch glaube ich nicht an einen Cranio-sakralen Rythmus…und wenn es einen gibt, ich glaube nicht das wir diesen spüren könnten. Oder auf Bewegugen der Suturen. Gut bei einem Kleinkind wo die Suturen (Schädelnähte) noch nicht vollständig zugewachsen sind okay, aber bei einem 50 jährigen Mann? Never….

Ich wette mit euch, legt 20 Patienten auf eine Liege, nehmt 10 Cranio Sakral Therapeuten und jeder soll einen Befund über den Cranio sakralen Rythmus machen. Bei jedem Patienten kommt ein anderer Befund raus. Also bedeutet das dies ist nicht valide!

Oder auch sehr beliebt:

Versuche mal bevor die die HWS mobilisieren möchtest, das ISG zuvor zu behandeln, dann wirst du merken das sich die HWS besser bewegen lässt!

Sorry, aber an soetwas glaube ich einfach nicht. Nicht weil ich mich der Sache verwehre, sondern weil ich im Laufe meines Berufes so einen Blödsinn noch nie erlebt habe.

Man könnte ja wieder so einen kleinen Test machen:

Nehmt 20 Patienten, alle mit Bewegungseinschränkungen in der HWS, und 10 Therapeuten. Lasst alle 10 Therapeuten die HWS auf ihre Beweglichkeit untersuchen und notieren. Dannn schickt ihr alle raus mit dem Satz: „Es werden jetzt 8 Patieten eine ISG Mobilisation bekommen. Und danach schickt man alle Therapeuten wieder rein, und diese sollten dann wieder die HWS untersuchen und notieren bei welchen Patienten die HWS Beweglichkeit aufgrund einer ISG Mobilisiation gestiegen ist.

In Wirklichkeit wurde natürlich bei keinem der Patienten eine ISG Mobilisation durchgeführt!

Jetzt könnt ihr euch anstrengen und darüber nachdenken wie wohl die Befunde ausgehen werden.

Ich lach mich tot!

Ich hoffe ihr wisst was ich damit ausdrücken möchte. Macht einen ordentlichen Eingangsbefund, und hebt während der Behandlung nicht ab! Denkt an die ganz wichtigen Dinge die unbedingt passieren müssen, auf die es wirklich ankommt. Und Behandelt.

Macht euch mehr Gedanken um den Patienten als um irgendwelche Dinge die irgendwann mal passieren sollen, in irgendeiner Behandlung und für die es nicht wirklich handfeste Begründungen gibt!

Hört auf die Signale des Patienten, seid eins mit ihm…geht auf ihn ein, beachtet Kontraindikationen die es immer gibt…und ihr seid auf der Gewinnerstraße…und von dem vielen Geld was ihr euch bei den teils unnützen Fortbildungen spart, geht ihr mal wieder richtig gut essen!

Guten Appetit!

Physioblogger

Heute kurz bevor ich gehen wollte, stürmte eine total aufgelöste Patientin herein sah mich an der Anmeldung sitzen und sagte etwas außer Atem:

Hallo, super das Sie noch offen haben. Ich brauche unbedingt noch einen Termin bei Ihnen, denn Sie haben mich geheilt!!

Ich wusste erst gar nicht wie mir geschieht, denn es waren noch andere Patienten herumgestanden und lächelten..

Als ich mich gefangen hatte meinte die Patientin wieder:

Sie haben es geschafft das meine Schmerzen um 100% besser geworden sind in nur einer Behandlung. Ich brauche unbedingt noch einen Termin, und wenn ich ein Rezept bekomme dann möchte ich nur noch Termine bei Ihnen. Ich könnte Ihnen die Füße küssen!!

Klar!! Kein Problem meinte ich, bei uns besteht ja freie Therapeutenwahl.

Die Kollegin an der Anmeldung gab Ihr also Termine bei mir. Da ich Feierabend machte und die Patientin mit Termine machen auch gerade fertig war, gingen wir gemeinsam die Treppe runter.

Am Auto angekommen, verabschiedete ich die Patientin und ich kann euch sagen:

Ich bin mit einem breiten Grinsen nach Hause gefahren das habt Ihr noch nicht gesehen.

Soetwas passiert ja nicht allzu oft…dementsprechend motivierend sind solche Erlebnisse.

Mit einem Neujahrsgruß:

Euer:

Physioblogger