Archiv für die Kategorie ‘Techniken’

Hallo liebe Leser,

da ich eine Fachpraxis für Koordinationstraining habe, haben wir uns gestern extra für die Therapie eine Slackline gekauft. Wer nicht weiß was das ist kann unter dem Namen Slackline einfach mal googeln oder auch in wikipedia nachlesen. Außerdem existieren natürlich massig Videos bei Youtube über das Slacklinen.

Wir haben direkt an unsere Praxis einen Garten angeschlossen indem natürlich auch Bäume stehen und somit werden wir diesen sommer einige Therapieinhalte draußen mit der Slackline machen.

Die Slackline hat für mich den großen Vorteil das es unglaublich Spaß macht, egal ob jung ob alt ob Prothese oder kerngesund oder Profisportler. Durch die enorme Stabilisationsaufgabe der Muskulatur wird speziell diese Muskulatur auch trainiert, welche besonders bei der Rehabilitation und im Gelenkbereich eine große Rolle spielt. (Ohne Stabilität keine vollständige Gelenkgesundheit!)

Natürlich ist diese Form der Therapie auch nicht für jedes Krankheitsbild geeignet weil immer die Gefahr ist das man runter fällt, abrutscht etc. Deswegen ist diese Therapie mit der Slackline nur anzuraten bei:

Absoluter Vollbelastung

Guter Allgemeinzustand des Patienten

Keine Angst (man befindet sich ca 80 cm über dem Boden!)

Der Patient muss schon ein gewisses Grundpensum an Koordinationstraining (reaktives Training) bekommen haben, sonst endet die Slackline wg. mangelnder Motivation schnell in der Ecke.

Für den Aufbau von Muskulatur besonder in der unterem Extremität.

Um Therapieresistenten Patienten wieder neuen Schwung für die Therapie zu geben zu geben.

Und wg. dem hohen Aufforderungscharakter der Slackline natürlich in der Therapie mit Kindern.

habt ihr schon Erfahrungen mit der Slackline in der Therapie machen können? Kennt ihr jemanden (Praxis) der diese Form der Therapie auch anbietet?

Slackt ihr selber?

Dann her mit euren Erfahrungen!

Viel Spaß und Erfolg:

Physioblogger

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Wie gut ein Therapeut ist, wieviel Behandlungserfolg er hat, wie er mit Patienten umgeht und spricht, wie er sich in der Therapie gibt….

…….ist niemals abhängig von irgendwelchen Fortbildungen!

Auch keine großen wie Bobath, Manuelle Therapie, Osteopathie etc.

Auf was es wirklich ankommt ist das Gespür! Das Feeling, die Empathie und das innere Bauchgefühl!

Wieviel man in seinem Bauch spürt, wenn jemand das erste mal kommt, und man weiß: Genau das ist es. Man braucht keine Seitenlangen Befunde, man braucht keine Nierendynamik auswendig können denn das Feeling, Gespür und das Bauchgefühl für etwas kann man nicht lernen, auch nicht in 40 Berufsjahren.

Entweder man hat dieses Gespür, dieses was man nicht beschreiben kann wenn man mit Menschen arbeitet. Oder eben nicht.

Ihr kennt das doch sicherlich:

Da macht jemand etwas, ganz anders als alle anderen und ihr wisst genau: WOW..genau das ist es was ich brauche, dieser Mensch kann mir wirklich helfen.

Denn es nützt nichts wenn man jede Faszie auswendig kann und wie man diese behandelt, fehlt das Gespür, dieses gewisse etwas..dann hilft einem auch keine Fortbildung.

Denn dieses Gespür kann man nicht lernen….

Lasst mal das ganze anatomische Geschmarre weg….vergesst mal alles was ihr gelernt habt und behandelt einen Tag mal nur nach eurem Bauchgefühl, egal was….ihr werdet verwundert sein, was ihr im Stande seid zu leisten wenn ihr euch von eurem therapeutischem Feeling leiten lässt!

Viel Spaß…liebe Kollegen

Eurer:

Physioblogger

Immer wieder muss ich leider feststellen, das man Physiotherapie unnötig kompliziert machen möchte.

Hatte diese woche einen kleinen Plausch mit einer studierten Maitland Therapeutin.

Mein Gott..an was die alles denken während sie Therapieren, dass ist mir schon fast ein wenig unheimlich. Ich erzählte ihr von meinen guten erfolgen, HWS Bewegungseinschränkungen zu therapieren, indem man den Patienten hinsetzen lässt, der Therapeut kniet auf der Bank dahinter, nimmt den Kopf mit beiden Händen in eine Traktion und rotiert dann während man die Traktion hält in die Bewegungseinschränkung.

Daraufhin verdrehte sie die Augen, und meinte, das das etwas gefährlich ist, denn durch diesen Zug, und er ist bei mir nicht wenig, kommt die A. carotis auf Zug und wenn in dieser Arterie Fissuren oder sonstige Mist Dinge sind, dann könnte es passieren das mir der Patient auf der Liege umkippt.

Es tut mir leid aber das halte ich für kompletten Unsinn! Natürlich kann das vorkommen, keine Frage. Dies ist aber so selten,(kennt ihr einen Fall? ;)) das ich diesem Faktor eigentlich keine Bedeutung zumesse.

Was ich damit sagen möchte ist folgendes:

Ich denke unser Körper funktioniert auf der Ebene der Physiotherapeutischen Möglichkeiten nicht immer so komplitziert wie wir alle denken. Auch glaube ich nicht an einen Cranio-sakralen Rythmus…und wenn es einen gibt, ich glaube nicht das wir diesen spüren könnten. Oder auf Bewegugen der Suturen. Gut bei einem Kleinkind wo die Suturen (Schädelnähte) noch nicht vollständig zugewachsen sind okay, aber bei einem 50 jährigen Mann? Never….

Ich wette mit euch, legt 20 Patienten auf eine Liege, nehmt 10 Cranio Sakral Therapeuten und jeder soll einen Befund über den Cranio sakralen Rythmus machen. Bei jedem Patienten kommt ein anderer Befund raus. Also bedeutet das dies ist nicht valide!

Oder auch sehr beliebt:

Versuche mal bevor die die HWS mobilisieren möchtest, das ISG zuvor zu behandeln, dann wirst du merken das sich die HWS besser bewegen lässt!

Sorry, aber an soetwas glaube ich einfach nicht. Nicht weil ich mich der Sache verwehre, sondern weil ich im Laufe meines Berufes so einen Blödsinn noch nie erlebt habe.

Man könnte ja wieder so einen kleinen Test machen:

Nehmt 20 Patienten, alle mit Bewegungseinschränkungen in der HWS, und 10 Therapeuten. Lasst alle 10 Therapeuten die HWS auf ihre Beweglichkeit untersuchen und notieren. Dannn schickt ihr alle raus mit dem Satz: „Es werden jetzt 8 Patieten eine ISG Mobilisation bekommen. Und danach schickt man alle Therapeuten wieder rein, und diese sollten dann wieder die HWS untersuchen und notieren bei welchen Patienten die HWS Beweglichkeit aufgrund einer ISG Mobilisiation gestiegen ist.

In Wirklichkeit wurde natürlich bei keinem der Patienten eine ISG Mobilisation durchgeführt!

Jetzt könnt ihr euch anstrengen und darüber nachdenken wie wohl die Befunde ausgehen werden.

Ich lach mich tot!

Ich hoffe ihr wisst was ich damit ausdrücken möchte. Macht einen ordentlichen Eingangsbefund, und hebt während der Behandlung nicht ab! Denkt an die ganz wichtigen Dinge die unbedingt passieren müssen, auf die es wirklich ankommt. Und Behandelt.

Macht euch mehr Gedanken um den Patienten als um irgendwelche Dinge die irgendwann mal passieren sollen, in irgendeiner Behandlung und für die es nicht wirklich handfeste Begründungen gibt!

Hört auf die Signale des Patienten, seid eins mit ihm…geht auf ihn ein, beachtet Kontraindikationen die es immer gibt…und ihr seid auf der Gewinnerstraße…und von dem vielen Geld was ihr euch bei den teils unnützen Fortbildungen spart, geht ihr mal wieder richtig gut essen!

Guten Appetit!

Physioblogger

Zur Zeit geschieht ziemlich viel in der Physiotherapie. Alle reden hier und da von Professionalisierung, man müsste Ergebnisse evaluieren können, es muss Sinn machen warum ein Patient die Fango bei einem BWS Syndrom kriegt oder auch nicht. Und das bitte wenn dann schon mit möglichst fundiertem wissenschaftlichem Hintergrund.

Okay, ist nicht verkehrt, es ist genauergenommen sogar gut was immoment geschieht, denn es muss Gründe geben warum man etwas tut am Patienten und ob es demjenigen dann auch tatsächlich hilft, sonst könnte man es ja auch weglassen und Zeit sparen.

Nur kann man den Körper katalogisieren? Kann man Behandlungsstandarts aufstellen die dann immer gelten? Bei jedem Patienten? Hilft die Profesionalisierung der Physiotherapie damit mehr Patienten nach einem Behandlungsblock beschwerdefrei sind?

Ich glaube nicht. Denn der Erfolg einer Behandlung hängt meiner Meinng nach nicht davon ab wieviel Techniken man kann, ob man gut in der Anamnese ist oder nicht, wieviel Fortbildungen man besucht hat oder ob man Bachelor oder gar Master ist.

Der Erfolg einer Behandlung bestimmt nicht unser Können, sondern der Körper des Patienten. Wenn der Körper eines Patienten sich wohlfühlt, wenn der Körper merkt, Mensch…mir wird gerade etwas gutes getan, ohne dass man mich zu etwas zwingt, dann denke ich ist der Behandlungserfolg um ein vielfaches erhöht.

Z.B: Manipulationen an der Wirbelsäule ohne zuvor die Muskulatur vorzubereiten!! Dadurch zwingt man Wirbel in Ihre richtige Position, nur die Halteseile der Wirbel, die Muskulatur werden dabei außer Acht gelassen, dabei ist es die Muskulatur die bestimmt wo sich Wirbel hinbewegen oder in welche Richtung sie blockiert sind!

Das sind so Dinge wo sich der Körper des Patienten meiner Meinung nach weigert. Denn der Körper lässt sich nicht überlisten. Er ist viel kluger und autonomer als wir es uns alle nur vorstellen können. Der Mensch wird glaube ich nicht durch irgendwelche grandiosen Techniken geheilt, (wenn man das ISG deblockiert, lässt sich die HWS besser bewegen etc.),  sondern allein durch die unbewusste Aufmerksamkeit des Therapeuten die er dem Patienten schenkt.

Natürlich hat man im harten Praxisalltag nicht 60min Zeit auf alle Signale des Körpers, die er einem aussendet immer Aufmerksamkeit zu schenken. Und ich meine mit Signale nicht ein unübersehbares Duchenne-Hinken! Wenn so etwas Auftritt ist der Gros der Zeichen die zuvor da waren schon erloschen. Keiner hat sie je bemerkt, denn wir haben aufgehört auf unsere körpereigenen Signale zu hören.

Letzte Woche bekam ich folgenden Satz einer Kollegin zu hören:

“Ich glaube die Patientin mögen dich so, weil du die immer voll laberst!”

Ich möchte auf folgendes hinaus:

Es ist die lückenlose Aufklärung des Patienten, die mir manchmal den Entscheidenden Vorteil bei einer Behandlung gibt, wo andere Kollegen nicht mehr weiter wissen.

Letztens kam eine Patientin zu mir mit einer Weber C Fraktur am linken Fuß. Sie wurde natürlich operativ versorgt und kam zu mir zur 1. Behandlung. Ich fragte sie was sie denn hat, und sie sagte allen ernstes zu mir sie weiß es nicht!!

Ich sagte: “Wie bitte? Sie wissen nicht was sie haben? Sie wurden operiert und wissen nicht genau was sie haben? Sie wurden unter Narkose gelegt, 3 Stunden operiert und sie wissen nicht was sie haben”?

(Alles natürlich in einem sehr freundlichen Ton!)

Dann zuckte die Patientin nur mit den Achseln und sie sagte: “Naja ich habe halt den Fuß gebrochen oder”?

Und ein riesiges Fragezeichen ist in Ihrem Ausdruck auch zu sehen: Unsicherheit!

Ich fragte sie dann:

“Finden sie dass denn in Ordnung das sie nicht wissen was sie haben?”

Sie sagte: “Nein eigentlich nicht”!

Ich fragte sie: “Wie soll ihr Körper denn gesund werden wenn sie nicht wissen was sie genau haben”?

Sie schaute mich verduzt an und meinte: “Sagen sie mir es doch bitte. ES INTERESSIERT MICH SCHON IMMER”!!

Das sind so Dinge da könnte ich in die Luft gehen.

Natürlich kann man jetzt auch sagen das ist zum Schutz der Patientin, damit sie sich keine Sorgen macht etc. Aber es passiert genau das Gegenteil von dem was man verhindern möchte!

Sie und ihr Körper distanzieren sich von der Verletzung und die Heilung wird beeinträchtigt. Und dann rödeln wir Physiotherapeuten mit allen Mitteln die uns zur Verfügung stehen rum und wundern uns warum der Fuß immer noch weh tut.

Die Identifikation mit Ihrem Problem besteht nicht. Es kann im Unterbewusstsein der Patientin kein Bild entstehen.

Ich habe die Patientin in der ersten Behandlung erst mal aufgeklärt über ihr Problem. Und dann habe ich Ihr Step by Step erläutert wie wir die Behandlung angehen werden. UND WAS SIE DABEI FÜR EINE ROLLE SPIELT!! Denn ich mache jeder Patientin klar: Wenn sie nicht mitmachen, dann habe ich keine Chance ihrem Körper zu helfen. Ist ja auch logisch.

Nach gut 25 Minuten, kurz bevor ich die Kabine verlassen wollte, ohne wirklich groß behandelt zu haben, sagte die Patientin auf einmal:

“Es ist wirklich komisch, wir haben uns mehr unterhalten, als das wir behandelt haben und es war auch gut so, aber irgendwie hat der Schmerz seitlich des Fußes etwas nachgelassen. Kommt das jetzt nur von dem bisschen bewegen was sie gemacht haben? Oder bilde ich mir etwas ein?”

Ich sagte: “Ihr Körper weiß jetzt wo das Problem liegt, er fängt gerade an sich selber zu heilen.”

Dasselbe ist es wenn es banal nur um ein LWS Schmerz geht. Ich teile jedem meiner Patienten mit, was sie haben könnten, denn auch wir wissen es nicht immer genau. Das weiß allein nur der liebe Gott.

Ich sage Ihr, was sie meiner Meinung nach hat, was sie tun kann damit das, auch wenn ich nicht da bin vielleicht besser wird, und was wir in der Therapie tun werden damit die Beschwerden besser werden.

Es sind dann so Sätze wie:

“Also, wir versuchen nun etwas Spielraum in Ihre Lendenwirbelsäule zu bringen um den Druck auf die Bandscheiben etwas zu verringern, denn sie können sich ja vorstellen das etwas weh tut wenn es dauernd zusammengedrückt wird.”

Dabei symbolisiere ich 2 Wirbel mit meinen Händen die aufeinander reiben.

Das kann sich ein Patient dann vorstellen und vielleicht stellt er sich genau dies während der anschließenden Traktion der Lendenwirbelsäule vor, der Patient hat ein Bild in seinem Kopf von dem was ich gerade tue.

Und ob es dann wirklich die Behandlung ist die hilft oder die Suggestion die ich jedem Patienten mit auf den Weg gebe, das werden wir wohl niemals erfahren.

Eines ist aber sicher:

Hat der Patient keinen Fahrplan mit Endstation Gesundheit, wird der Körper womöglich nie dort ankommen. Diese Patienten werden dann in die Ecke der “Psychos” geschoben. Nicht ohne Grund sondern vielleicht, weil der Patient mal über sein spezielles Problem aufgeklärt werden sollte und was man mit Ihm vorhat!!

Physioblogger

Alle reden immer von: Ja ich bin so verspannt und ich weiß gar nicht woher das denn kommt.

Woher kommt denn eine Muskuläre Verspannung? (Kontraktiler Hypertonus) Was sind die Ursachen?

Und warum meistens an den Schultern und am Hals?

Warum kriegt man dann davon Kopfweh?

Ich werde heute mal versuchen dieses Thema aufzuklären. Natürlich so das es hoffentlich jeder versteht.

Unser ganzer Körper hängt mit allem zusammen. Jedes Gewebe (Muskel-Haut-Binde-inneres Gewebe) alles spielt miteinander und muss absolut beweglich sein.

Ein einfaches Beispiel: Ihr schneidet euch in Finger. Ihr macht ein Pflaster rum und haltet den Arm in einer Stellung wo der Finger nicht so wehtut. Dadurch das ihr beispielsweise den Arm in angewinkelter Position haltet sind wiederrum die muskulären Strukturen am Arm überlastet, weil sie nicht für Dauerhaltearbeit ausgelegt sind. (und ihr müsst ja den Arm dauernd so halten!) Dadurch kriegt ihr dann eine Verspannung beispielsweise im Bizeps (weiß jeder wo der ist oder?)

Genauso ist das auch mit den Schultern und dem Hals.

Die obere Wirbelsäulemmuskulatur (Hals) ist ausgelegt für ein ständiges halten des Kopfes.

Ist der Kopf aber dauernd nach vorne geneigt, weil ihr beispielsweise dauernd vor dem PC sitzt, und auf die Tastatur schauen müsst, ist die Halsmuskulatur für den Zeitraum überlastet.

Das macht ihr aber bis jetzt nichts aus. Das geht Wochen, Monate und Jahre gut. Nur irgendwann hat die Halsmuskulatur dieses Spannungsmuster (erhöhte Spannung durch ständige Überlastung) gespeichert. Somit ist die Halsmuskulatur auch in der normalen Stellung des Kopfes immer und ständig angespannt. Und genau das macht dann die Probleme.

Also nicht das einmal falsch liegen im Bett oder die Verenkung bei einer Sportart sind ausschlaggebend sondern die STÄNDIGE Überlastung der Muskulatur über Monate oder Jahre hinweg.

Es geht leider noch weiter……..

Durch die ständig erhöhte Spannung können sich die Wirbel (z.B am Hals) gegenseitig verschieben. Eine Blockierung ist entstanden, unzwar entweder in den kleinen Wirbelgelenken =

(Gelenke zwischen den einzelnen Wirbeln)

oder in den Rippen-Wirbelgelenken =

(Gelenk zwischen Rippe und einem Wirbel)

je nach dem, oder auch beide.

Ihr müsst euch vorstellen, dass die gesamten Wirbel der Wirbelsäule verzahnt ist mit Muskulatur. Rechts und Links jeweils symetrisch.

Zieht jetzt z.B. die rechte Seite mehr an den Wirbeln (durch die Verspannung) verschiebt sich der Wirbel nach rechts und die Wirbelgelenke verrenken sich.

Das ist dann die typische Blockade. (Das Gefühl zu haben als ob sich hinten irgendetwas einklemmt).

Als Therapie muss dann ganzheitlich am besten angesetzt werden d.h:

Geht zu einem Therapeuten der Masseur oder noch besser Physiotherapeut ist und der die Fortbildung in Manueller Therapie besitzt. Das heißt er kann PROFESSIONELL und schonend die Blockaden lösen.

Von Ärzten die Chiropraktik betreiben rate ICH (das ist meine eigene Meinung) absolut ab. Dadurch das Ärzte total überlaufen sind, legen die dich nur hin, (ohne Tasten und vorherige Untersuchung!) und renken deine Blockaden wieder ein.

Das ist der (wie ich meine) falsche Ansatz.

Zuerst muss die Muskulatur weich gemacht werden (ihr wisst ja warum) und das kann nur ein Masseur /Physiotherapeut!!!!!!!!

Danach wird im Idealfall mit der Ausatmung (Ausatmen entspannt) die Blockade gelöst.

Und es muss nicht knacken!!! Es ist kein muss!!

Ihr müsst euch da in komische Positionen hinlegen oder setzten, aber das ist ganz normal.

Danach fühlt man sich wieder frei (und gelöst) und alles ist wieder im Griff. Bitte versichert euch das euer Therapeut entweder Physiotherapeut ist oder die Fortbildung in Manueller Therapie besitzt, dass ist immens wichtig, um keine Schäden zu verursachen!!

Warum kommt sowas immer wieder? Warum ist das nicht dann mit einmal behoben?

Dann liegt es an euch..wenn ihr wisst das die Position z.B des Kopfes euch schadet dann ändert das bitte. Nehmt die Belastung weg, entspannt euch und geht mindestens 3mal (im Idealfall) in der Woche zum Therapeuten. denn 1-2 mal in der Woche bringen wenig bis nichts an Erfolg)

Ich hoffe ihr habt bis hier durch gehalten und ihr habt verstanden warum eine Verspannung mit ihren Folgen entsteht.

Alles Gute und bleibt locker:

Hiermit entziehe ich mich jeglicher Haftung und Schäden jeglicher Art. Es ist eine Anregung für EINE Form der Therapie, Jedoch entscheidet immer der behandelnde Arzt oder der Therapeut was schließlich für eine Therapie und wie oft sie zum Einsatz kommt.

Physioblogger

Liebe Leser,

ein Bekannter hat mich auf diese tolle Idee gebracht, diesen Beitrag zu schreiben.

Wichtig: Die Begriffe dehnen und Stretchen (Stretching) sind nicht genau in der Fachliteratur definiert, deswegen schreibe ich in diesem Artikel meine gannz persönliche Einschätzung. Wie man sich richtig dehnen bzw. stretchen sollte, ist immer eine persönliche, individuelle bzw. Erfahrungssache.Ich übernehme keinerlei Haftung falls es beim ausprobieren zu Problemen und/oder Schmerzen kommt.

Nun zum Beitrag:

Dehnen:

Das Dehnen wird meistens nach dem Sport gemacht. Nach dem Sport sind die Muskeln einer erhöhten Spannung ausgesetzt, durch diese Tätigkeit kann der Muskel größere Kraft durch Vorspannnung im entschiedenden Moment aufbringen. Und diese erhöhte Spannung gilt es nach dem Sport wieder abzubauen. Das Dehnen wird üblicherweise lang und anhaltend ausgeführt, un eine entspannnung des Muskels herbeizuführen. Wichtig dabbei ist, dass man nicht anfängt beim Dehnen „nachzuwippen“. Dieses „nachwippen“ gibt dem Körper nämlich gennau das umgekehrte Signal, dass Signal der Spannungserhöhung. Und genau dies wollen wir ja vermeiden. Außerdem ist es extrem wichtig, direkt nach dem Sport zu dehnen, da die Muskulatur da noch weich und gut durchblutet ist, sprich das Dehnen ist weniger schmerzhaft und geht leichter weil man nicht so viel Wiederstand zu überwinden hat.

Dehnungsempfehlung:

Nach dem Sport gibt deinem Körper eine kurze Pause. Ca 5-8 Minuten. Danach dehnst du díe entsprechend belasteten Muskeln (beim Joggen zum Bsp. beide Beine) für 45-60 Sekunden anhaltend und ohne nachwippen. Danach 15 Sekunden Pause und die ganze Prozedur noch einmal mit den Muskel. Also pro Muskel/Muskelgrupppe je 2 mal. Danach Muskel/Muskelgruppe wechseln.

Stretching:

Das Stretching ist quasi genau das Gegenteil vom Dehnen. Das Stretching dient dazu die Vorspannung des Muskels zu erhöhen, um dann mit dieser erhöhten Vorspannung schneller Kraft freisetzen zu können. Zum Beispiel bei einem 400m Rennen. Oder ihr probiert es mal aus: Stellt euch hin, geht dann ganz leicht in die Knie ca 5° Grad und springt so fest ihr könnt hoch, aber ohne vor dem Sprung noch weiter in die Knie zu gehen! Und jetzt macht das selbe mal, so wie ihr es gewohnt seid. Ihr werdet feststellen das ihr beim 2. Versuch stark in die Knie geht. Das dient der Muskelvorspannung. Jetzt wisst ihr was ich meine. Und diese Vorspannung gilt es beim Stretching zu erhöhen. Hier ein Prominentes Beispiel auf Youtube. Schaut euch die Läufer von Sekunde 7 bis Sekunde 10 mal an. Die springen so komisch hoch, genau! Sie erhöhen die Vorspannung der Muskulatur um dann enorm schnell aus dem Startbllock rauszuspringen. Stretching dient dazu den Körper in eine sogenannte „Flight and Fight Situation“ zu bringen. Und somit den Körper in einen Ausnahmezustand zu versetzen.

Ich persönlich würde sagen, dass diese Form der Kraftoptimierung nur im absoluten Leistungsbzw. Hochleistungssport Sinn hat, bzw merkbar ist. Jedoch machen wir alle diese Form der passiven Krafterhöhung zum Beispiel beim Hochspringen automatisch, sodass eine Empfehlung mir nicht sinnvoll erscheint.

Physioblogger

Ich habe leztens in einer Zeitschrift geblättert, die Fortbildungsangebote für Physiotherapeuten anbietet.
Ich dachte mir, Mensch schauste mal was man in Zukunft vielleicht ins Auge fassen könnte um den persönlichen Fortbildungsstandart möglichst hoch zu halten. Natürlich ist dies auch immer Geldbeutel abhängig.

Als ich die ersten 10 Seiten durchgeblättert habe, wusste ich nicht so richtig ob ich in einer Fachzeitschrift blättere oder mich  im NASA Kopntrollzentrum befinde. Da kann man allenernstes so Fortbildungen machen wie:

Biocybernetische Manuelle Therapie

Cranio Fasziale Dysfunktionen und Multiidisziplinäre Analyse und Gesamtmanagement

HWS Kinästhesie

Postgraduierte Osteopathie Masterclass

Microkinesitherapie

Bei dem letzten Wort musste ich schon sehr genau hinsehen ob ich mich nicht verschrieben habe.
Ich frage mich allen ernstes ob solche industrialisierten und für meine Augen volkommen überzogenen Fortbildungen noch für die Hausfrau mit Schulter- Nacken Schmerzen die vom Fensterputzen kommen wirklich Sinn machen.

Denn ich bin der Meinung, dass man sich mit solchen Fortbildungen immer weiter vom Patienten entfernt. Statt sich dem Patienten durch einfache leicht nachzuvollziehende Techniken weiter anzunähern. Und so dem Problem des Patienten Herr zu werden.

Sie glauben das war alles und eine Ausnahme?? Oh Nein! Ein Text unter einem Kinesio Taping Kurs besagt folgendes:

Lernen Sie das elastische Tape in einer neuen Dimension kennen!

Na wunderbar….heißt das dann das das Tape immer wirkt? Ich selber habe mit dem Kinesio Taping über 7 Jahre praktische Erfahrung und kenne das Tape WIRKLICH in jeder Dimension! Das nennt man wohl altmodisch: Erfahrung.

Zählt aber warscheinlich in der heutigen Physio Gesellschaft nicht mehr.

Was zählt sind Fortbildungen vielleicht dieser Art:

Neurophysiologisches Taping- dahinter verbirgt sich ganz normales Kinesio Taping, den Kurs kann jede Krankenschwester besuchen!

Ausbildung zum AROHA Physiodynamics Kursleiter

und noch etliche dieser amerikanisierten Fortbildungswörter mehr….

Ich glaube die Physiotherapie macht hier einen entscheidenden Fehler. Man versucht durch Gewalt die komplexen Störungen des Körpers zu verstehen und dann gezielt diese Ursache zu behandeln. Schön und gut. Dies wird aber nach meiner heutigen Auffassung NIEMALS möglich sein.

Unser Körper ist so enorm komplex, das man sein ganzes leben bräuchte um eine einzige Sekunde unseres Körpers bewusst zu steuern.
Uns Physiotherapeuten wird vorgegaukelt mit der und der Fortbildung wird Ihre Therapie erfolgreicher! Das ist ein riesen Irrtum und Aberglaube.

Die großte wichtigste und beste Fortbildung machen sie jeden Tag: Arbeiten! Dennn genau das bringt das mit sich was man noch nicht kaufen kann.

ERFAHRUNG!

Egal wieviele Fortbildungen man besucht, ein guter Therapeut definiert sich über seine Erfahrung mit verschiedenen Krankheits und Symptombildern. Und nicht über seine vollgepflasterte Wannd mit den Fortbildungszertifikaten!

Weiter hinten finde ich dann doch noch soetwas:

25 Technike zur Mobillisation der Schulter, dass ist doch mal was sinnnvolles!

Bevor ich das Heft ganz durchgeblättert habe, stoße ich auf eine Fortbildung die mich doch sehr überrascht:

Kursleiter für Streßmanagement

Ich glaube dieser Kurs ist nach Beendigung der oben genannten Kurs dringen annzuraten!

Physioblogger